Berlinexkursion 2026
Ende Februar fand im Rahmen der Lehrveranstaltung „Politische Ethik“ erneut eine Exkursion ins politische Berlin statt. Auf dem Programm standen Gespräche mit Bundestagsabgeordneten, Medienvertretern und kirchlichen Repräsentanten, die vielfältige Einblicke in aktuelle politische und gesellschaftliche Herausforderungen ermöglichten.
Thomas Rachel, Beauftragter der Bundesregierung für Religions- und Weltanschauungsfragen, eröffnete die Gesprächsrunde mit einem Überblick über die weltweite Lage der Religionsfreiheit. Er unterstrich die Bedeutung der Religionsfreiheit als fundamentales Menschenrecht und beschrieb seine Aufgabe als Ausdruck eines christlichen Menschenbildes, das jedem Menschen unveräußerliche Würde und hohen Wert zuspricht.
Auch in den Begegnungen mit den Bundestagsabgeordneten Frederik Bouffier, Konstantin von Notz und Johannes Volkmann spielte das christliche Menschenbild eine zentrale Rolle. Frederik Bouffier betonte die Notwendigkeit, das Vertrauen in politische Institutionen nachhaltig zu stärken. Konstantin von Notz verwies auf die angespannte internationale Sicherheitslage und hob insbesondere die Bedrohung durch russische Cyberangriffe und Desinformationskampagnen hervor. Ziel müsse es sein, die Resilienz Deutschlands gegenüber hybriden Bedrohungen weiter auszubauen. Johannes Volkmann lenkte den Blick auf die globale Rolle Chinas und dessen zunehmenden geopolitischen Einfluss. Einigkeit bestand unter den Gesprächspartnern darin, dass Kirchen und Christinnen und Christen in der gegenwärtig turbulenten Weltlage eine wichtige Aufgabe zukomme: Realitätssinn zu fördern und zugleich Hoffnung und Zuversicht zu vermitteln.
In der Hessischen Landesvertretung in Berlin stellte Dr. Katharina Brauer die Arbeit und Bedeutung der Landespolitik auf Bundesebene vor. Hans-Joachim Vieweger, Korrespondent im Hauptstadtstudio der ARD, gab einen eindrücklichen Einblick in die journalistische Arbeit im politischen Berlin und thematisierte dabei auch die aktuellen Debatten um die Glaubwürdigkeit der Medien. Den Abschluss der Exkursion bildete ein Gespräch mit Johann Matthies, dem Beauftragten der Evangelische Allianz in Deutschland in Berlin, der seine Tätigkeit an der Schnittstelle von Politik und Kirche vorstellte.
Die Exkursion vermittelte den Studierenden einen differenzierten Einblick in die Arbeit der „Berliner Republik“. Viele zeigten sich beeindruckt von der fachlichen Kompetenz und dem persönlichen Engagement der Gesprächspartner. In einzelnen Begegnungen wurde zudem der Wunsch nach unterstützendem Gebet für die politische Verantwortung geäußert.
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